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Vorladung als Beschuldigter, Duisburg -

z.B.: wegen Besitz von Betäubungsmitteln, Besitz und Handeltreiben mit Betäubungsmitteln, Raub, Erpressung, etc.

Wohl kaum ein Schreiben löst bei den meisten Menschen ein so unangenehmes Gefühl aus, wie eine Vorladung zur Polizei anlässlich einer Vernehmung als Beschuldigter. Es stellt sich schnell die Frage, wie am Besten auf das Schreiben richtig reagiert werden sollte.

Meiner bisherigen Erfahrung nach, entsteht bei einigen Personen gar der unzutreffende Eindruck, zum Erscheinen verpflichtet zu sein - was aber tatsächlich gar nicht der Fall ist. Denn gründsätzlich ist niemand verpflichtet ist als Beschuldigter in einem Strafverfahren überhaupt Angaben zur Sache zu machen.  

Darüber hinaus kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass man sich als Beschuldigter mit dem Erscheinen bei der Polizei grundsätzlich keinen Gefallen tut. Der Erwägung dass man hierdurch möglicherweise die Sache schnell erledigt haben könnte, ist der Umstand entgegen zu setzen, dass man zu einem Sachverhalt vernommen wird, hinsichtlich dessen der Beschuldigte grundsätzlich mangels Kenntnis der Akten nicht über denselben Wissensstand verfügt wie der vernehmende Beamte.

Der Hoffnung, man würde durch ein "Aussagen bei der Polizei" gerade nicht in den Verdacht geraten an der Straftat beteiligt zu sein, ist entgegenzuhalten, dass dieser Verdacht ohnehin bereits vor der Vernehmung besteht, da es ansonsten nicht zu einer Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung gekommen wäre.

Die Erfahrung zeigt weiter, dass viele Möglichkeiten im Rahmen der sich anschließenden verteidigung durch möglicherweise unüberlegte Aussagen des Beschuldigten gegenübdre der Polizei verloren gehen. Insofern empfiehlt es sich dringend, zunächst von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen.

Ich empfehle weiterhin dringend, im Falle einer Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung zunächst Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufzusuchen, der dann zunächst Akteneinsicht beantragen und die Situation mit Ihnen besprechen wird, bevor -und sofern überhaupt - eine Erklärung gegenüber den Ermittlungsbehörden erfolgt.

Sofern Sie sich zunächst informieren möchten, besuchen Sie bitte unsere Hauptseite zum Thema Strafrecht.

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Nikolai Odebralski, Rechtsanwalt